Martin Mehlitz
Zeichnung - Malerei


Landschaft

Die Komposition der von mir dargestellten Landschaften wird durch einen kontrollierten Zufall bestimmt, vom ersten brauchbaren Wurf des Gesteins auf den vorbereiteten Malgrund. Das hierfür verwandte Sediment sammelte ich an den Orten, die für mich von besonderer Bedeutung sind. Sedimentgestein formt sich aus Ablagerungen von Schlamm und Sand, die von den Flüssen in die Seen und Meere geschwemmt wurden. Diese Readymades sind für mich in meiner Arbeit auch zu einem Symbol für weite zeitliche und kausale Zusammenhänge geworden und sollen in meinen Bildern des weiteren unsere Sinne durch ihre haptische Verführungskraft stimulieren. Im besten Falle bieten diese Landschaften geistige Orte, die das Transzendente bildhaft erfahrbar machen.






Landschaft  2.0




 "... die Windkraftanlagen können zwar grundsätzlich als Gegenstand technischer Überprägung empfunden werden, dennoch fühle ich mich durch dieses Bildmotiv mit dem Leben, ja auch Umwelt und Natur, auf eine neue Weise zugewandt und verbunden."

Martin Mehlitz, 2017


 "... es geht darum, dem Gesehenen, dem mit den Augen sinnlich Erlebten, eine inhaltliche Bedeutung zu geben. Zu interpretieren und auch politisch Stellung zu beziehen - ja, und wenn auch nur mit einem Landschaftsgemälde, das dann an irgendeiner Wand hängt." 

Marcus Golter (Bildhauer), 2023

Und weiter: "... Martin Mehlitz malt das, weil ihn das Phänomen interessiert. Und das ist seine große Stärke. Er geht durch die Welt und sieht Dinge und verdichtet diese zu Symbolen in gemalten Bildern."


 Text anlässlich der Finissage zu `Landschaftsbild: WINDENERGIE` bei der DUH 





Dialoge:

Potsdamer Köpfe


Die Idee für die Potsdamer Köpfe entstand beim gegenseitigen Porträtieren.

 Ich wollte ein Porträt von dem Potsdamer Bildhauer Marcus Golter machen, woraufhin er mich gleichzeitig modellierte. 

"... daraus entwickelt hat sich dann ein eigenständiges Projekt. Im März 2020 haben die Künstler begonnen, in Potsdam lebende und wirkende Personen einzuladen und zu porträtieren. Es sind bekannte Personen Bürger*innen aus Kultur, Wissenschaft, Politik, aber auch stellvertretend aus anderen gesellschaftlichen Bereichen z.B. ein Arzt, eine Gastronomin und eine Auszubildende..., während Marcus Golter also 19 lebensgroße Büsten der Personen in Ton und Gips erschafft, malt Martin Mehlitz zeitgleich ein Porträt in Öl auf Leinwand. Des Weiteren dokumentiert Mehlitz die persönliche Begegnung, den Dialog zwischen Künstler und Modell bzw. Künstler und Künstler in Form von Skizzen und Zeichnungen. Ein wahrer Schatz von multiplen Dialogen tut sich auf."

Isolde Nagel, Vorstand A Trans Potsdam e.V. , 2022


Aus dem Katalog zum Projekt Dialoge: Potsdamer Köpfe




"Die Stadtgesellschaft ist der Souverän der Kommune - "das Volk" Potsdams. Wer sie ist, wie sie tickt, was sie will und was nicht, das ist das große Befragen, Beanspruchen und Behaupten der Kommunalpolitik. Tatsächlich sind es gar nicht so viele, die die typischen "Diskurse der Potsdamer Stadtgesellschaft" bestimmen. Oft im heute üblichen Wettbewerb greller Worte und Bilder in den (sozialen Medien). Die unter dem Projekttitel "Potsdamer Köpfe" gezeichnete und geformte Stadtgesellschaft folgt nun augenscheinlich einer anderen Logik - oder entwickelt sie im Zuge des künstlerischen Prozesses vielleicht sogar erst?

Sarah Zalfen (Kommunalpolitikerin), 2022


Wortbeitrag im Katalog zum Projekt Dialoge: Potsdamer Köpfe